„Man muss es der Kraft des Evangeliums zurechnen, dass Menschen trotz (...) widriger Umstände die wahre Botschaft entdeckten und sie dann kritisch denen vorhielten, die ihr mit ihrem eigenen Verhalten widersprachen.“
(Allen Völkern sein Heil. S. 30)
Wenn Mission ein Kommunikationsereignis ist, verlangt deren Erforschung die Erfassung des gesamten Kommunikationsvorgangs. Die eine Seite der Geschichte ist dann die Sicht, die Motivation, die Methode(n), die theologischen Perspektiven und Taten der Missionare. Die andere Seite ist die Sicht, die Stimme, die Kultur, der Prozess und auch die Taten der Adressaten in diesem Missionsereignis.
Beim Projekt "Kontinuität und Wandel" soll exemplarisch diese Perspektive der „Adressaten“ anhand der mexikanischen einheimischen Náhua-Gruppe erforscht werden. Die Stimme der Nahua soll anhand ihrer historischen Quellen explizit erforscht werden. Es wird darauf geachtet werden, wo sie selbst besonders zu Wort kommen, ohne Vermittler. Die Suche nach deren Quellen beschränkt sich nicht nur auf die schriftlichen, die Künste, deren Gedichte, die graphischen Darstellungen, usw. werden ebenso in Betracht gezogen.
Kontakt: Jorge Gallegos Sánchez (gallegos(at)iwm.sankt-georgen(dot)de)